Gemeinsam weiter

Die Entwicklung der Region Hochwald

Die Region Hochwald war und ist eine historisch gewachsene Region. Im Gegensatz zu den künstlich herbeigeführten Zweckgemeinschaften anderer Regionen steht der Verbund im Hochwald außer Frage.

Dennoch galt es, Hürden zu überwinden und gemeinsam mit der Bevölkerung und den Verwaltungen Projekte aus der Region und für die Region zu entwickeln.

 

Fördergrundlagen für den ländlichen Raum

Die Fördergrundsätze der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" wurden mit Wirksamkeit ab 1.1.2004 neu ausgerichtet. Dabei wurde insbesondere die bisherige Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung (AEP) nach dem Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) zu einem "Integrierten ländlichen Entwicklungskonzept" weiterentwickelt.

Das ILEK (Abk. f. "Integriertes ländliches Entwicklungskonzept") ist Bestandteil des Förderspektrums der Integrierten ländlichen Entwicklung. Unter Nutzung vorhandener Planungen, deren Aktualisierung und Konzentration auf Schwerpunkte wird hier eine Vorplanung im Sinne des GAK-Gesetzes vorgenommen - mit dem Ziel, die ländlichen Räume über die Förderung der ländlichen Entwicklung als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und weiter zu entwickeln.

Das ILE-Konzept wird unter der Miteinbeziehung (Integration) von bestehenden Planungen, Konzepten und Studien auf dem Gebiet mehrerer Kommunen erstellt. Die konzeptionelle Verbindung von Einzelmaßnahmen zählt unter anderem hierzu. Wichtiger Faktor ist das Mitwirken der Bevölkerung und anderer Akteure des ländlichen Raumes an dem Gestaltungsprozess.

 

Stärkung der Region

Die Stadt Wadern sowie die Gemeinden Losheim am See, Weiskirchen und Schmelz beauftragten im Oktober 2007 die Erarbeitung des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) für die Region Hochwald.

Zahlreiche Verflechtungen existieren und bewähren sich in den verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens; jedoch ist auch die Region Hochwald vom wirtschaftlichen Strukturwandel - vor allem in der Landwirtschaft - betroffen. Verlagerungen des wirtschaftlichen Potenzials gefährden nicht nur landwirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze, sie stellen den ländlichen Raum insgesamt vor die Aufgabe, ihren Wirtschafts- und Lebensraum langfristig für die hier lebenden Menschen attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.

Das ILEK sollte gemeindeübergreifende Maßnahmen auf den Weg bringen, um vor allem die Stärken der Region auszubauen und weiter zu entwickeln. Die gleichrangige Berücksichtigung möglichst aller Lebensbereiche sollte durch die aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden. Dabei wurden alle Themen behandelt, die für die Zukunft der Hochwald-Region relevant sind: Landwirtschaft, Landschaft, Naturschutz, Umwelt, Wirtschaft, Handel, Gewerbe, Verkehr, Tourismus, Freizeit, Kultur, Wohnen, Versorgung, Soziales und Bildung.

 

Herausragende Bürgerbeteiligung

Trotzdem gab es innerhalb des Prozesses Grenzen und Hürden - emotionale und vielleicht auch teilweise politische. Umso erfreulicher ist es, dass diese Barrieren im Laufe des Entstehungsprozesses des Konzeptes zu einem nicht unerheblichen Teil beseitigt werden konnten.

Eine im saarländischen Vergleich hervorragende Bürgerbeteiligung mit über 270 eingebrachten Projektideen und einer sehr guten Diskussionsbasis in den Arbeitskreisen belebte das Projekt maßgeblich. Die entstandenen Leitprojekte werden als erfolgversprechend und nachhaltig angesehen. 

 

Umsetzung in Prozeß

Durch die weitere Beauftragung der Begleitung des Regionalmanagements von Februar 2010 bis März 2012 können gemeinsam mit den Bürgern der Region und den kommunalen Verwaltungen Projekte differenzierter Größe und Schwierigkeitsgraden begleitet werdem die sich vor allem an den Themen Tourismus und Naherholung orientieren.

So ist bereits die einheitliche Gestaltung von Rastmöglichkeiten an den Premium-Wanderwegen der Region weit vorangeschritten, wie auch die Ausweisung von Mountainbike-Routen abseits stark frequentierter Wege.

Projektfotos

  • 01_auftakt_weiskirchen
  • 02_abschluss_weiskirchen
  • 03_abschluss_losheim



Projektdaten

Auftraggeber Stadt Wadern mit den Gemeinden Losheim am See, Weiskirchen und Schmelz
Planungsareal Wadern / Weiskirchen / Losheim am See / Schmelz (2 Ortsteile)
Kategorie Stadtplanung
Bauvolumen / Kenngr. 254 km2
Leistungsumfang Integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK)
Erstellung eines ILE-Konzeptes mit den Bestandteilen
- Regionale Stärken-Schwächen-Analyse
- Ausarbeitung und Bewertung der Projektthemenliste, regionales Projektportfolio

Planung ausgewählter Regionalentwicklungsvorhaben mit den Schwerpunkten
- Moderation und Organisation von Arbeits- und Lenkungsgruppensitzungen
- Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen
- Durchführung von Bürgerbeteiligungen
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Regionalmanagement
Projektumsetzung des bereits vorhandenen ILE-Konzeptes der Region, u.a. mit den Schwerpunkten
- Moderation und Organisation von Arbeits- und Lenkungsgruppensitzungen
- Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen
- Durchführung von Bürgerbeteiligungen
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Projekte wurden unter Federführung der STUDIODREIZEHN GmbH in projektbezogener Kooperation mit der Argus Concept GmbH, Saarbrücken, bearbeitet.
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